
19.07.05 - Bassy im Park / Berlin
Konzert-Bericht: Mathias
Foto: Mathias
Summer in Berlin it´s allright, hauchte vor vielen Jahren Marian Gold, Sänger der Band Alphaville ins Mikrofon und trug dabei sicherlich goldenen Schuhe und einen Overall, in dem sicherlich auch Rainer Calmund Platz gefunden hätte.
Recht hat er, jedenfalls hatte ich gestern ähnlich Gedanken. The Aim of Design is to Define Space spielten nach langer Zeit und Labelwechsel mal wieder in der Stadt.
Im Bassy, ein Laden, den man ja eigentlich schon kennen sollte, weil bereits seit Ewigkeiten in aller Munde. So schämt man sich, dass man den Weg zum Klo nicht blind findet und lange suchen muss, während man beobachtet wird und hinter der Hand vorm Gesicht gesagt wird: „Kiek mal, der ist bestimmt zum ersten Mal hier“. Ja, bin ich. Ich bin hier um die Rettung der Brandenburger zu erleben. Dieses Erlebnis wollten viele mit mir teilen, schließlich ging es ja darum, die Songs der neuen Platte zu hören, die ja nun endlich im Oktober kommt.
Die Band spielte diesmal leider ohne flotte Projektionen im Hintergrund. Man erinnert sich immer gern an den Abend in der Volksbühne, an dem jene Projektionen einem den Atem raubten. Aber man bekam was man wollte- die neuen Songs und MC Einhorn, der stets mit einer Mischung aus tobsuchtartigem Zucken und zuckendem Toben auf der Bühne wirkte.
„Bum Bum Stinke Stinke“ war der passende Opener des Abends, gefolgt von einer angenehmen Menge an Songs der kommenden Platte. „3 Tage frei in Frankfurt/Oder“, „Fridolin der freche Dachs“. Auf Magic Juhnke musste man leider vergeblich warten, der Song wurde sicherlich vor dem Ableben des Sauerkraut-Sinatras gemacht und ist jetzt eher unangebracht. Das Set wirkte viel zu kurz, jedenfalls hätte ich mir eine halbe Stunde mehr gewünscht. Zum Abschluss gab es noch für wenige Sekunden „Excess is Art“, was man ja sonst auch nicht mehr zu Hören bekommt.
So, nun heißt es auf das Album warten und hoffen, dass zum nächsten Mal der Projektor wieder am Laufen ist. Was zählt ist auf dem Platz...
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