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Beach House

Beach House

 

01.07.10 - Lido / Berlin

Konzert-Bericht:  Dirk

Foto: Pressefoto

 

 

 

Dass Beach House mit „Teen Dream“ eines der bisher besten Alben des Jahres veröffentlicht haben, dürfte als allgemein bekannt gelten. Was sich auf ihrem Vorgänger „Devotion“ mit dem famosen „Gila“ schon angedeutet hatte, erklingt auf ihrem dritten Opus in progressiver Ausgestaltung. Songs, die vorher zumeist unfertig, ungeschliffen und experimentell ans Ohr drangen, präsentieren sich nun ausgeformt und von nahezu makelloser Schönheit. Dream Pop in Perfektion.

So zeigt sich das Lido trotz des draußen wütenden Sommers folgerichtig als ausverkauft. Wer vorher noch Zweifel hegte, ob sich der Ausflug ins derzeitige In-Viertel Berlins lohnen würde, dem geben Beach House schon mit ihrem fulminanten Beginn die richtige Antwort. Brillante Juwelen wie „Better Times“, „Used To Be“ und „Walk In The Park“ lassen die auch in der Location vorherrschende, schweißtreibende Hitze schnell als unwichtig erscheinen. Was sich zum Anfang durch Sängerin Victoria Legrand personifiziert noch etwas schüchtern ausdrückt, entwickelt sich im Laufe dieses ziemlich grandiosen Konzertes zu einem wahrhaft ekstatischen Vergnügen. Sowohl auf der natürlich auch von Alex Scally, aber auch einem hervorragenden Drummer gesäumten Bühne in Form einer plötzlich gesprächigen und wild die langen, roten Haare schüttelnden Legrand, als auch auf Seiten eines hypnotisiert verzauberten und glückseligen Publikums, das Stücke wie „Norway“ und „Silver Soul“ begeistert goutiert und seiner Freude mehr und mehr Ausdruck verleiht. Auch diejenigen, welche nicht erst seit „Teen Dream“ im Strandkorb sitzen, dürften mit der Aufführung alter Klassiker wie „Master Of None“, „White Moon“, „Astronaut“, „Heart Of Chambers“ und dem schon erwähnten „Gila“ am Ende zufrieden den Nachhauseweg antreten.

Doch bevor man es wagt, sich einer tropischen Nacht anzuvertrauen, verdeutlichen Beach House mit dem magischen „Zebra“, der zu Tränen rührenden Ballade „Take Care“ und vor allem durch das völlig euphorisierende „10 Mile Stereo“, bei dem das Gefühl entsteht, durch die Decke des Lido davonzufliegen, erneut, dass sie mindestens zu den aktuell exzellentesten Bands der Welt gehören.

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www.beachhousemusic.net

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