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Antennas

Antennas

 

09.06.07 - Lokal ohne Namen / Gelsenkirchen

Konzert-Bericht:  Martina

Foto: Martina

 

 

 

An manchen Tagen wird es einem nicht leicht gemacht, so wie heute. Zwei Veranstaltungen stehen zur Auswahl. Soll es Musik mit einem hohen Unterhaltungswert sein? Dazu bietet sich das Essener Rü-Fest mit dem singenden Frisör, besser bekannt als der Schlagergott aus Rüttenscheid, Rene Pascal bestens an. Oder ist es angenehmer, den schwedischen Antennas einen Besuch abzustatten? Schweren Herzens entscheide ich mich für letzteres mit dem Gedanken, dass die Antennas bestimmt seltener in Deutschland zu sehen sind.

Obwohl das Lokal namenlos ist, haben viele Leute den Weg dorthin gefunden. Einige Zeit später stellt sich allerdings heraus, dass der Support seine eigenen Fans zur Unterstützung mitgebracht hat, die nach dem Set fast alle verschwunden sind. Vielleicht hat sich die Band deshalb namentlich nicht vorgestellt, weil sie davon ausgegangen sind, dass jeder sie kennt.

Für die Aufwärmphase vor dem Set des Hauptacts nehmen sich die Schweden sehr viel Zeit. Längst schon ist alles auf der Bühne umgeräumt, damit es losgehen kann. Trotzdem machen die fünf Jungs keinerlei Anstalten, sich von der Bar zu trennen um zu beginnen. Viele Interessierte sind mittlerweile nicht mehr übrig geblieben. Ob sie warten möchten, bis auch der letzte unter 18-Jährige nach Hause gehen muss? Damit es noch intimer wird? Als sich noch ungefähr 30 Zuschauer in der Kneipe befinden, wird die Zigarette ausgemacht, das Bier beiseite gestellt, die Band beschließt anzufangen.

Gut, dass es mit einem tanzbaren Stück beginnt. Schon die ersten Takte zu „Adapt“ veranlassen die lange Wartezeit zu vergessen. Zwar versprüht die Band eher einen bocklosen Eindruck, macht ihre Sache aber gut. Beim dritten Song „Sins“ gibt es einige Probleme mit einer Rückkopplung, dadurch ist der von Haus aus schon schräge Beitrag mit unangenehmen Tönen unterlegt. Wie so oft bestätigen auch die Antennas, dass die Live-Versionen ihrer Lieder viel besser klingen als von CD. Die Musik und der hohe Gesang von Christian Björkman erinnern mich bei “Gonna Get It Right“ so intensiv gehört sehr an The Shins. Die Single „Always On My Mind“ darf natürlich nicht fehlen und passt sich der mittlerweile guten Stimmung wunderbar an. Trotzdem verabschieden sich die Antennas nach einer guten halben Stunde. Gerne darf es etwas mehr sein, doch die „Oooh“ Rufe des Publikums reichen leider nur für eine Zugabe aus. Wollen uns die guten Schweden damit vermitteln „In der Kürze liegt die Würze“? Danach verlässt die Band fluchtartig wirkend die Bühne, um sich vor dem Lokal zu sammeln.

So fand der Abend noch ein zeitiges Ende und vielleicht gibt es beim Renè ja noch eine Aftershow Party.

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www.antennas.se

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