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Arab Strap

Arab Strap

 

13.02.06 - Magnet / Berlin

Konzert-Bericht:  Alice

Foto: Olli

 

 

 

Aidan Moffat und Malcolm Middleton kommen samt Bassisten, Gitarristen und Schlagzeuger auf die Magnet-Bühne. Falls man sich die Frage gestellt hat, ob Middleton seit seinen Solo-Projekten vielleicht auch bei Arab Strap eine andere Live-Präsenz haben würde, dann muss die Frage gleich mit „nein“ beantwortet werden.

Wie gewohnt fast abwesend, eher unbeteiligt, latent genervt, spielt Middleton seine Gitarre. Manchmal auch mit dem Rücken zum Publikum. Moffat, auch wie gewohnt, der gemütliche Bär, im karierten Hemd und mit seinem schwarzen Vollbart, singt mit meistens geschlossenen Augen. Das ist nicht unbedingt cool. Lässig vielleicht. Irgendwie lakonisch, entspannt, gelangweilt, auch ziemlich sexy. So als ob er gerade ein zerwühltes Bett verlassen hätte, um mal eben den einen oder anderen Song hinzunuscheln. Liegt vielleicht daran, dass fast jeder Song auch vom Bettaufenthalt zu zweit oder alleine handelt. Ohne das kleine Wörtchen „fuck“ gäbe es wohl keine Arab Strap-Lieder.

An diesem Abend werden - klar - vor allem Songs aus dem neuen Album „The Last Romance“ gespielt. Alles was nach „Philophobia“ erschien, scheint dynamisch zu wirken. Aber die neuen Songs sind es tatsächlich. Akustisch und Beatbox auf der Bühne ist nicht drin. Schön satt, kraftvoll, laut und intensiv performt die Band eineinhalb Stunden lang. Nur bei „New Birds“, „Piglet“ und „Packs Of Three“ wird’s mal wieder vertraut depressiv und slow-motion-soft.

Songs wie „Speed-Date“, „Dream Sequence“, „Don’t Ask Me To Dance“ oder „There Is No Ending“ von der neuen Platte wirken in ihrem Tempo und Leichtigkeit schon fast poppig. Dennoch unverkennbar Arab Strap. Hin und wieder sagt Moffat irgendetwas mit seinem vernuschelten schottischen Akzent, was vor allem zur Ratlosigkeit in den meisten Gesichtern führt. Aus dem Album „Monday At The Hug & Pint” kommen zwei Songs: „Fucking Little Bastards“ und „Who Named The Days“.

Als während der zweiten Zugabe jemand aus dem Publikum ruft, dass in ein paar Minuten ja Valentinstag ist, singt Moffat lauthals einen Song, den Middleton laut Moffats amüsierter Aussage zwar hasst, aber dennoch spielen muss: „It’s A Heartache“ von Bonnie Tyler. Na dann. Schön wars.

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www.arabstrap.co.uk

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